Laura & Fiona in der großen weiten Welt

 
09Juni
2014

Endzeitstimmung

Ohhh mein Gott unser vorletzter Blogeintrag, wir können es kaum glauben! Unsere letzte Woche ist angebrochen, aber bevor wir hier zu sentimental werden, haben wir euch noch viel zu erzählen.

Nach Agnes Water ging es für uns nach Airlie Beach zum Ausgangspunkt unserer Whitsundays-Sailing-Tour. In der prallen Sonne schleppten wir uns mit Sack und Pack zum Hafen, um auf unsere Gruppe zu treffen, mit der wir die nächsten 3 Tage auf engstem Raum verbringen sollten. Zu unserer positiven Überraschung gab es vorerst niemanden, den man direkt über die Reling werfen wollte. Nach dem das Bier kaltgestellt wurde, setzten wir (bzw. mehr die Crew) die Segel und stachen in See, Richtung Whitsundays. Die erste Nacht verbrachten wir in einer kleinen Bucht, in der wir zum Abschluss des Tages alle nochmal über die Planke hüpften, um dann die tägliche kalte einminütige Dusche zu nehmen. Zähne geputzt wurde später unter unglaublichen Sternenhimmel an Deck, um danach in unsere Doppelkoje zu kriechen. Am nächsten Tag ging es zum weltweit bekannten Postkartenmotiv Whitehaven Beach, der als einer der weißesten Strände der Welt gilt. Mit unseren formschönen Stingersuits hüpften wir ins kristallklare Wasser und posierten für einige verrückte Fotos. Am Nachmittag gab es für uns die Möglichkeit zu Schnorcheln und zu Tauchen (Lauris erster Tauchgang yeah!!!) um abends nach einem fabelhaften Abendessen ins Bett zu fallen. Am dritten und letzten Tag nutzen wir morgens unsere letzte Chance zum Schnorcheln in dieser atemberaubenden Kulisse und segelten dann wieder Richtung Airlie Beach. Dort erwartete uns Abends eine feucht fröhliche After-Boat-Party.

Am 27. ging es dann leicht verkatert nach Townsville, von wo aus wir mit der Fähre nach Magnetic Island übersetzten. In Townsville mussten wir uns auch vorerst von unserem liebgewonnenen, österreichischen Mitmatrosen Dominik verabschieden, aber man sieht sich ja immer zweimal im Leben. Auf Magnetic Island konnten wir endlich die süßesten Bären aller Zeiten kuscheln und wilde Wallabies (kleine dicke Kängurus) füttern.

Auf dem Weg nach Cairns trafen wir dann unsere drei liebsten Ex-Arbeitskollginnen Romy, Luisa und Julia in Townsville auf ein Eis. Seit knapp zwei Wochen sind wir jetzt am letzten Stop unserer Ostküsten-Tour angekommen, in Cairns.

Hier verbrachten wir noch mal 2 Tage und eine Nacht auf dem Great Barrier Reef. Die Tour startete mit überraschend heftiger Seekrankheit, aber wenn über die Hälfte des Bootes kotzend hinten an Deck sitzt, schweißt das auch zusammen. Auch die zwei nur zum Kotztüten aushändigen abgestellten Mitarbeiter erfüllten ihren Zweck. Nachdem dann nach 3 Stunden nichts mehr zum Auskotzen da war, konnte es zum Tauchen losgehen. Unter Wasser trafen wir dann auf Nemo und Wally, ihn darf man sich als riesigen Napoleonfisch mit dem guten Gemüt und der Zutraulichkeit eines Hundes vorstellen. Nach 2 Tauch- bzw. Schnorchelgängen wurden wir dann auf ein anderes komfortableres Boot verfrachtet. Auf diesem gab es abends Haie vom Boot aus zu sehen und ich (Fiona) hüpfte zu meinem schlimmsten Tauchgang überhaupt ins Wasser. Schlimm wurde er durch einen etwas unerfahrenen Guide, nicht vorhandenem Tageslicht, zu wenig Gewichten und stürmischem Seegang. Nach einer etwas durchgeschüttelten Nacht ging es dann morgens zum letzten von 4 Tauch- bzw. Schnorchelgängen um danach wieder auf dem anderen Boot Richtung Cairns zu fahren, diesmal zum Glück ohne die Hilfe von Kotztüten.

In Cairns trafen wir dann Dominik wieder, mit dem wir gemeinsam die wirklich schlechten Clubs hier in Cairns unsicher machten. Unsere letzte Tour sollte dann ein Regenwald-Wasserfall Erlebnis werden. Das mit dem Regenwald wurde leider zu wörtlich genommen und es regnete den ganzen Tag, davon ließen wir uns aber dank der übersprudelnden guten Laune unseres Tour Guides Brad nicht berirren. Es wurde von Felsen gerutscht, die Haare vor Wasserfällen geschwungen, nach Schnabeltieren Ausschau gehalten und in einem Vulkankrater geschwommen, also alles in allem ein sehr erlebnisreicher Tag.

In zwei Tagen geht es zurück nach Sydney und die Zeit bis dahin verbringen wir mit Beten auf besseres Wetter, denn im Moment sind es ca 20 Grad und Dauerregen (Neid auf 30 Grad in Berlin). Am 15. fliegen wir dann mit einem lachendem und einem weinenden Auge Richtung Heimat.

Fröstelnde durchnässte Grüße aus Cairns Laura & Fiona

24Mai
2014

Ostküsten-Camping-Fun

Ca 2 Wochen voller unvergesslicher Erlebnisse liegen hinter uns: es begann mit Brisbane, einer Stadt, von der wir mehr schlechtes als gutes gehört haben, dann aber doch recht positiv für 3 Tage überrascht wurden. Absolutes Highlight war das auf dem Markt zu findende deutsche Brot + Mettwurst und das spontane Arctic Monkeys Konzert (irritierender Nebeneffekt beim Konzert: wir haben den Altersdurchschnitt gehoben). Ansonsten vertrieben wir uns die Zeit mit einer Bootstour, an der stadteigenen Lagune oder beim Frühstück auf dem wirklich sehr sehr schönen Unigelände (um uns schon mal auf den vor uns liegenden ernst des Lebens einzustimmen ;) ) Als nächstes ging es für 4 Tage nach Noosa. Nach geringem widerstreben von meiner (Fionas) Seite auf Grund einer Horrorbeschreibung im Internet, schafften wir es schließlich doch samt Gepäck und vier sehr aufmerksamkeitsbedürftigen Engländerinnen im Schlepptau ins Camp, zu unsere positiven Überraschung gab es nicht nur Plumpsklos. Die erste Nacht verbrachten wir in viel zu kurzen Hängematten ähnlichen Betten in den schlafgewiegt von Gekicher geistig leicht zurückgebliebener schon zuvor erwähnter Engländerinnen. Am nächsten Tag stand ein 14km langer Kanutrip an, zu einem Picknickplatz mit Seilschwinge und am Tag drauf zum Ausruhen eine 2km lange Tour zu einer kleinen Insel. Die restlichen zwei Nächte verbrachten wir im zwar wärmeren aber auch härteren Zelt. Als eines der bisherigen Highlights stellte sich unser nächster Stop heraus - Fraser Island. Diese größte aller Sandinseln befindet sich direkt am Rainbow Beach und wurde von uns zu acht in einem 4WD Jeep befahren. Zusammen mit 3 anderen Autos (darunter ein Tourleiter) bretterten wir mit 80km/h über Straßen, die ihren Namen nicht verdienen, durch den Busch und über riesige, weiße Sandstrände, dort abseits jeglicher Fußgänger, die zu überfahren wären, entdeckte sogar ich (Fiona) meinen Spaß am Fahren, nur die armen Dingos waren gefährdet. Nach dem täglichen Schwimmen in unterschiedlichen Seen in den tollsten Kulissen, stellte sich das abendliche Kochen als das eigentliche Abenteuer heraus, da eingeteiltes Essen geklaut wurde und sich BBQ schlecht ohne Fleisch machen lässt, auch die 12x8 Menschen in einer Küche, die sich bald um Kochplätze geprügelt hätten ,machten das ganze nicht leichter, weiteres Highlight des Campingplatzes waren die nicht abzuschießenden Duschen. Fazit: Campingplatz = doof, Fraser = atemberaubend geil. Nach diesen 2 ganz besonderen Campingerfahrungen ging es für uns nach Agnes water/1770 (Die Stadt heißt wirklich so, weil in diesen Jahr James Cook Australien entdeckte und genau hier strandete) in das absolut schönste sauberste Hostel überhaupt (cool bananas). Hier verbrachten wir den Tag am Strand und gingen abends mit fast dem ganzen Hostel zusammen zu einem einsamen Strand fürs Lagerfeuer unter Mondschein. Am Montag ging es dann mit einem 4 Personen Flugzeug und einem etwas wagemutigen Piloten auf eine einsame Insel zum Castaway-Trip. Dort erwarteten uns nasse Zelte, ein "Klo" mit Ausblick aufs Meer und ein etwas ahnungsloser Tourguide. Unsere Zeit vertrieben wir uns damit, die Insel zu erkunden, Krabben und Austern zu fischen und (zu unserer großen Begeisterung) bei gesichteten Delfinen mit dem Kajak ins Wasser zu sprinten und neben ihnen her zu paddeln, also alles in allem eine sehr schöne Zeit, auch besonders zu meinem (Fionas) Bedauern ohne Dusche (wenn alle stinken riecht mans ja auch nicht mehr). Mit den allerliebsten Grüßen- Laura und Fiona :)

05Mai
2014

Endlich Urlaub !

Endlich war es soweit, wir haben unser geliebtes Kaff Stanthorpe am 25.2 mit einem lachenden und einem weinenden Auge verlassen, um endlich wieder das Meer in Byron Bay zu sehen. Der Fokus liegt in diesem kleinen leicht alternativ angehauchtem Ort definitiv auf dem Surfen, chillen und viel guter Live-Musik. Hare Krishna singende Hippies auf der Straße die freies Mittagessen verteilen sind hier keine Seltenheit aber damit lässt es sich aushalten.

Da wie schon gesagt Stanthorpe sich spannungsmäßig etwas in Grenzen hielt, suchten wir nach einem kleinen Adrenalinkick und was eignet sich dafür besser als ein Skydive aus 14000ft. (der höchste Australiens). Gesagt getan am Donnerstag ging es mit durch Aufregung bedingt zu wenig Schlaf auf das Skydive Gelände nahe Byron. Dort blieb uns nach erschreckend kurzer Einweisung auch nicht mehr viel Zeit zum durchatmen und kaum dass wir uns versahen saßen wir auch schon eingequetscht wie in einer Sardinenbüchse, an unseren sprungpartner gekettet in einem Flugzeug, das man sonst nur aus den absturznachrichten im Fernsehen kennt. Als sich dann die Tür öffnete war dann auch die Spitze der Anspannung erreicht, Lauri murmelte mir dann nur noch ein „ich hab dich lieb zu"(die letzten Worte sollten ja nett sein) und dann ging es Richtung Ausgang in die Tiefe. Wenn man dann schon mit den Beinen aus dem Flugzeug baumelt und nur noch von dem Typen hinter einem gehalten wird, ist der letzte Gedanke dann auch nur noch „scheiß drauf ist eh zu spät und der will ja hoffentlich auch überleben." Die nächsten 60 Sekunden freiner Fall erwiesen sich als die genialsten und unbeschreiblichsten unsere Lebens. Unten angekommen wurde sich dann im wahrsten Sinne des Wortes noch etwas durch den Wind erstmal umarmt um die Freude des Gegenseiten Überlebens zum Ausdruck zu bringen. (Ab jetzt kann uns wirklich nichts mehr schocken!)

Nach diesem doch etwas aufregenden Tag ließen wir es Samstag etwas ruhiger angehen und besuchten das nachlegende Hippie Örtchen Nimbin in dem die Cannabis-Kultur etwas freier ausgelebt wird und um dies zu Feiern fand an diesem Wochenende das Mardi Grass Festival statt.

Leider wurde es in Byron Bay die ganze Woche über immer kühler, weil es hier so langsam Winter wird, deshalb konnten wir nicht ganz so oft zum Strand. Heute verlassen wir Byron Richtung Brisbne und damit auch unsere geliebte Luisa, in der Hoffnung, dass es im Norden wärmer wird.

 

Mit etwas unterkühlten Grüßen

Laura und Fiona

08April
2014

Irgendwo im Nirgendwo - Stanthorpe

Raus aus der Stadt und rein ins ländliche Vergnügen hieß es für uns vor ca 4 Wochen. Aus Mangel an anderen Alternativen verschlug es uns an den Rand der kleinen Kleinstadt Stanthorpe (4.200 Dörfler). Kurze Beschreibung dieses liebreizenden Kaffs: es gibt einen Supermarkt, drei Secondhand-Läden und die beiden Highlights der Stadt sind eindeutig Maccas und der Pub. Unterkunft fanden wir in einem kleinen aber wirklich schönen Working Hostel mit vielen netten und arbeitswütigen (haha) Mitbewohnern. Arbeit fanden wir direkt nach unserer Ankunft bei der größten Apfelfarm der Umgebung von Rizzato and sons. Unsere Aufgabe besteht, so simpel es klingt darin Äpfel zu pflücken, sollte aber bei 9 Stunden am Tag, ca einer Tonne Äpfel und mit Leitern klettern nicht unterschätzt werden. Noch dazu kommt unser größter Schatz/Sklaventreiber/Hurensohn (Fionas Beschreibung)/Fruitninja/Dummbrot Daniel (unser Supervisor), der uns täglich tyrannisiert und an unseren Äpfeln rumnörgelt. Gearbeitet wird 6 Tage die Woche, wobei abgesehen von Samstag nach der Arbeit nur noch Duschen und essen zählt. Samstag allerdings ist dann einmal die Woche Alkohol erlaubt und es gibt eine freie Fahrt zum einzigen Pub der Stadt, welcher allerdings auch nur mit wirklich viel Alkohol zu ertragen ist. Der Sonntag wird dann hauptsächlich mit Essen und Filme gucken verbracht, wer sich dadurch nicht ausgelastet fühlt, für den werden auch Trips zu naheliegenden Nationalparks oder auch mal Mcdoof angeboten. Ansonsten gibt's noch unser neues Motto"Ergebnisoptimierung durch Erwartungsreduzierung", das wir bei der Arbeit immer erfolgreich umsetzten. Bleiben werden wir wohl noch ca 2 Wochen um danach von Byron Bay die Ostküste bis nach Cairns hochzureisen. Wir haben auch mit Schrecken festgestellt, dass schon 2/3 unserer Zeit in Australien rum sind, aber wir freuen uns schon alle wieder zu sehen.

Aller aller liebste Grüße an alle

Laura & Fiona

11März
2014

gemischte Gefühle

Nach einigen Wochen und mehr oder weniger erfreulichen Ereignissen melden wir uns mal wieder. Unsere geliebte zweite Heimat Melbourne haben wir schweren Herzens am 17.2 verlassen und starteten Richtung Spot x ins Surfcamp. Nach fast 20 stündiger Fahrt mit Unterbrechung fanden wir uns im wahrgewordenen australischen Traum wieder: ein kleines Dorf nur zum surfen und das Meer genießen ausgelegt mit direktem Zugang zum riesigen nahezu ausschließlich vom Camp genutzten Strand. Dort bestand unser Tagesablauf aus schlafen Frühstücken, surfen, Mittagessen, in der Hängematte gammeln, surfen, in der Hängematte gammeln, Abendessen, das Surfer leben feiern und schlafen. Unsere Surfskills verbesserten sich dabei ( bei Laura) zusehens. Ansonsten hab es jeden Tag wieder "voll schöne" Aussichten zu bewundern. Nach 5 tägigem Surferleben ging es wieder nach Sydney in ein Hostel das man bestenfalls als eine Erfahrung, die man nie gemacht haben muss bezeichnen kann. Beispiel gefällig: Toilettensituation auf unserer Etage 1. ohne Klobrille, 2. Ohne Licht, 3. ohne Spülung, 4. ohne Schloss und Waschbecken, Noch dazu haben wir die Bekanntschaft der unsere Meinung gefährlichsten Tiere Australiens gemacht ....bedbugs (Bettwanzen) -.- scheiß Drecksviecher, deren Stiche schlimmer jucken als die von Mücken und die sich wirklich überall einnisten, was bedeutet das man das große Vergnügen hat all seine Sachen zu waschen und ALLES was sich nicht waschen lässt muss mit insektiziet eingesprüht werden, ihr könnt euch vorstellen was für einen Spaß wir heute schon hatten. Ansonsten verbrachten wir die Zeit in Sydney am Bondi, in einer wunderschönen kleinen mit der Fähre zu erreichenden Ortsteil Manly, mit der Jobsuche (hauptsächlich in Starbucks da Free wifi) und donnerstags Abends im Club Ivy. Ein weiteres Highlight war das Future Music Festival am 9.3 zu dem ich (Fiona) günstiger Weise genau so krank war, dass das Verlassen des Bettes absolut ausgeschlossen war. Daher Lauras Erfahrungsbericht "es war absolut Super Mega geil, ich will gleich wieder hin". Heute geht es für uns los nach Stanthorpe in ein Working Hostel, in dem wir hoffen schnellstmöglich einen Farmjob finden, um uns unsere weitere Reise zu finanzieren. Mittlerweile hat uns, sicher bedingt durch die Zustände im Hostel doch etwas das Heimweh gepackt, aber das wird sich hoffentlich mit weniger Käfern, keinen Bedbugs und funktionierenden Toiletten im nächsten Hostel wieder legen. Mit entwanzten Grüßen aus Sydney :)
11Februar
2014

Voll schöner Roadtrip - Gippsland und Great Ocean Road

Zuerst möchten wir uns bei unseren Lesern für die lange Pause entschuldigen, aber leider verdient sich mit Blogeinträgen noch kein Geld. Vor zwei Wochen gönnten wir uns mal ein Wochenende Pause vom Arbeiten bei Nando's und Lauras neuem Job in einem Café und nahmen die Einladung auf die Familienfarm eines Freundes nach Gippsland an. Dortiges Highlight war ganz klar der Jacuzzi unter atemberaubenden Sternenhimmel wo wir es uns mit einem kalten Apple Cider gut gingen ließen. Auf der Rückfahrt fiel leider ein kleiner Vogel namens Bill der Stoßstange zum Opfer, hat aber überlebt und konnte aufgepäppelt werden. Danach hieß es wieder eine Woche arbeiten, um am Freitag mit unserer Mitbewohnerin Josie und einem gemieteten Auto mit Dachzelt Richtung Great Ocean Road zu starten. Zuerst galt es, das Hindernis Linksverkehr zu bewältigen, dies klappte nach kleineren Verwirrungen dank Josie recht gut. Unser erster Stop war die kleine etwas schläfrige Hafenstadt Geelong mit ihren über hundert Holzfiguren als Wahrzeichen. Als nächstes ging es in die ebenfalls etwas ausgestorbene Surferstadt Torquay, die dazugehörigen Surfer fanden wir am Bells Beach, wobei es leider für normalsterbliche etwas zu kalt zum surfen und schwimmen war. Unsern allerersten Zeltplatz fanden wir in Lorne, wo wir völlig erledigt von der langen Fahrt mit Opossums und Kakadus um unseren Stellplatz konkurrieren mussten. Aus lauter Mitleid bekamen wir 2 Campingstühle als Leihgabe, womit das Camping-Feeling samt Dosenravioli komplettiert wurde. Nach einer eher weniger guten Nacht ging es weiter über die Erskine Falls nach Apollo Bay zum Treetop Walk im Regenwald und danach wieder auf die Suche nach dem nächsten Campingplatz. Dies gestaltete sich im Otway Nationalpark mit unbefestigten Straßen, unzureichenden Beschilderungen und mangelhaften Kartenlesefähigkeiten (die wir schon früher am Tag unter Beweis gestellt haben) als schwierig. Durch unsere Tankanzeige wurden wir nach Apollo Bay zurückgezwungen wo wir die Bekanntschaft dreier Deutscher machten und einen Campingplatz fanden. Den nächsten Tag starteten wir mit einem herrlichen Sonnenaufgang vom Zelt aus. Mit dem gleichen Ziel vor Augen ging es gemeinsam weiter zu den Welt bekannten 12 Aposteln und der London Bridge. Einen Zwischenstopp machten wir in Port Campbell (Ort mit insgesamt 7 Straßen), um uns mit einem Milchshake zu stärken. Den Abend verbrachten wir zusammen mit BBQ im Park in Warrnambool, um von dort aus am nächsten Tag zurück nach Melbourne zu reisen. Nun genießen wir noch unsere letzte Woche in Melbourne um dann Richtung Sydney und später Cairns zu starten. Beste Grüße von euern Camping-Freunden Laura & Fiona
18Januar
2014

Hitzewelle

So wir leben noch, hatten die letzte Woche nur hitzefrei. Also hier etwas zusammenfassend die Highlights der letzten Wochen. Wir haben mit Freunden das extrem eindrucksvolle Crown Casino besucht und unser Geld vorbildlich anstatt zu verspielen vertrunken. Letztes Wochenende luden uns dann Suwanna und Jeff ein, die Anbaugebiete des hier konsumierten Weines kennenzulernen. Davor besuchten wir noch zusammen die Healesville Sanctuary, um unsere ersten lebendigen Kängurus zu sehen (nicht die totgefahrenen am Straßenrand). Außerdem beschlossen wir da, dass unsere Rucksäcke auf der Rückreise mit Koalas und dicken Wombats gefüllt werden. Danach besuchten wir das Weingut Yarrawood, um dort das wohl beste Essen seit unserer Zeit in Australien bei strahlend blauem Himmel und Live-Musik zu genießen. Beim nächsten Weingut reichte die Zeit leider nur noch für einen Rundgang, der aber einen atemberaubenden Blick ermöglichte. Zum Schluss luden Suwanna und Jeff uns noch einmal kurz zu sich nach Haus ein, um danach noch eine Kleinigkeit indisch zu essen. Insgesamt war der Tag also mit süßen Tieren, Wein, Essen, Essen und Wein wirklich sehr sehr schön. Am folgenden Tag luden uns 3 deutsche Jungs spontan ein, sie auf das Midsumma Festival for free zu begleiten, wozu man natürlich nicht nein sagen kann, dass dies ein Schwulen und Lesben Festival war, stellten wir erst bei der Ankunft fest. Trotz überraschender Umstände wurde es ein wirklich sehr amüsanter Abend. Einer der Jungs zog nur leider nicht ganz zu seiner Begeisterung aber zur Belustigung aller anderen die Aufmerksamkeit zahlreicher Männer auf sich. Die nächste Woche sollte eine Herausforderung werden, es waren 40 Grad und mehr angesagt und unsere Befürchtungen bestätigten sich. Am Dienstag gingen wir zum Strand und es war schier nicht auszuhalten, am Strand liegen war für max. 5-10 min möglich danach musste man über den glühend heißen Sand zum Meer hüpfen, das etwas Abkühlung versprach. Ich (Fiona) durfte danach um 5 noch meine Schicht bei Nandos in langer Hose antreten (genauso wie die zwei folgenden Tage), Lauri konnte leider ihren aktuellen Job beim Hundefriseur und Hundebetreuung nicht ausüben, da es den Hunden auch viel zu warm war. Man sagt ja man bekommt im Leben nichts geschenkt und wenn doch sollte man das auf jeden Fall ausnutzen und das Taten wir am Donnerstag, denn Laura bekam 2 Freikarten für die Australian Open in die Hand gedrückt. Also ließen wir uns das trotz 44 Grad und mangelnder Tenniskenntnissen nicht entgehen. Fazit: Es spielten zwei Frauen gegeneinander, aus Italien und Frankreich, eine gewann. Gestern vegetierten wir dann bei etwas erträglichern 38 grad mit unseren Festivalfreunden am Strand. Schwitzige Grüße aus Känguru-Land.
01Januar
2014

"Ich glaube, ich habe sowas ähnliches wie Brot gefunden !"

Mit diesem Satz kam unsere deutsche Mitbewohnerin Josie vor ca einer Woche in unser Zimmer, man kann sich die Begeisterung über einfaches Brot kaum vorstellen. Um dieses Wunder mit eigenen Augen zu sehen besuchte ich (Fiona) am nächsten Tag ALDI ( es war wie nach Hause kommen :)). Dort fand ich auch unsere ganzes mariniertes Huhn für unseren Strand-BBQ am 24.. Damit zu einem der wohl coolsten Ereignisse bis jetzt in Australien, für heilig Abend hatten sich über Facebook einige deutsche Backpacker gefunden, die Weihnachten zusammen am Strand feiern wollten. Beschreibung:" Wir sind am Strand, ihr findet uns schon, sind bestimmt die einzigen Idioten mit nem Tannenbaum" ( wir waren die einzigen Idioten mit einem Tannenbaum). Das weihnachtliche Familienessen neben dem Tannenbaum wurde also im Grunde nur in Shorts an den Strand verlegt, was aber definitiv seinen Reiz hatte. Um die Folgen dieses Heiligen Abends bestmöglich zu verkraften verbrachten wir die nächsten 2 Tage am Strand. Das nächste erwähnenswerte Ereignis folgte mit new years eve. Wir starteten den gestrigen Tag vorbildlich mit Sport nachdem wir zum Frühstück von unseren zwei chinesischen Mitbewohnerinnen mit Hühnerfüßen in der Küche begrüßt wurden und durch den etwas strengen Geruch aus der Wohnung getrieben wurden. Nach dem wir den restlichen Tag bei angenehmen 25 Grad im Park verbracht haben, ging es Abends los auf die Suche nachdem besten Aussichtspunkt für das anstehende Feuerwerk. Diese Idee hatte allerdings halb Australien, das sich gefühlt komplett in Melbourne versammelt hatte, dies gestaltete die Suche etwas schwieriger. Mit viel Glück und gutem Willen fanden wir dann aber doch einen Platz am Yarra River mit toller Aussicht auf die Melbourner Skyline (sogar sitzend auf einer Wiese). Einziger Nachteil, der Park mit unglaublicher Sicht glich vom Volumen-Inhaltsverhältnis einer Sardinenbüchse. Nachdem wir um 0 Uhr das Feuerwerk, das von umliegenden Dächern der Stadt gezündet wurde, bestaunt hatten, trafen wir uns mit unserem guten Freund Sam und ließen den Abend in einer kleinen Runde mit spontaner Gitarren-Jam-Session ausklingen. Happy New Year und liebe Grüße!
16Dezember
2013

Weihnachtszeit mal anders

Für die allgemeine weihnachtliche Stimmung haben wir uns am 2. Advent zum Nussmakronen backen entschlossen. Das Abenteuer begann damit, dass wir keinen Schneebesen zu Verfügung hatten und Laura deswegen das Eiweiß (innerhalb einer halben Stunde) mit einer Gabel steif schlagen musste - Folge: Tennisarm. Unseren nächsten Gedanken widmete sich dem nicht vorhandenen Backpapier und wie dieses zu ersetzen wäre, Lösung: Butter mit Mehl bestäubt auf dem Backblech. Die nunmehr größte Herausforderung stellte der nichtfunktionieren Ofen dar. Diesen ersetzten wir kreativ durch die Mikrowelle, in der wir jeden Keks einzeln backen mussten, Resultat: innen teilweise verkohlte und dadurch im Mund zischende Kekse. Am Dienstag freuten wir uns auf den 2. Teil von Panem im Kino und besonders Laura auf Popcorn, welches zu unserer größten Enttäuschung hier leider nur salzig zu erwerben ist. Tags darauf fanden wir unseren ersten (leider nur Teilzeitjob) bei einem Hundesalon, in dem wir unsere teilweise schon vorhandenen Fähigkeiten im Waschen, Schneiden, Föhnen und Gassi gehen ausweiten konnten. Ansonsten wurden wir fürs Hunde knuddeln bezahlt. :) Am Wochenende besuchten wir unter anderem die absolut sehenswerte Rooftop-Bar " The Carlton", das Szeneviertel Fitzroy und sonntags unseren nahegelegenen Park. Heute Morgen zu einer deutlich zu frühen Uhrzeit, brachen wir zu unserem Fundraising-Job auf, bei dem wir dauergrinsend und winkend am Straßenrand nach Spenden für australische Naturreservate fragen, wobei sich mit viel Glück und gutem Willen mal ein bis zwei Leute am Tag erbarmen. Allabendliches Highlight ist das auch mit geschlossenem Fenster zu hörende Konzertvergnügen, welches sich von Filmmusik über klassische Werke bis hin zu schottischen Dudelsackparaden erstreckt, erst nach Tagen entdeckten wir den gegenüberliegenden Proberaum des Melbourner Symphonieorchesters. Vermutlich das einzige, was es hier für uns umsonst gibt. Noch nicht ganz weihnachtliche Grüße aus Melbourne! :*
08Dezember
2013

Neues aus der Chinanudelbox

Kurze Erklärung der Überschrift: "Chinanudelbox" ist unser liebevoller Kosename für unsere Wohnung, der sich hauptsächlich auf den Geruch und die Größe des Zimmers bezieht. In der letzten Woche haben wir uns viel auf die Jobsuche konzentriert, mit eher mäßigem Erfolg (ca 40 verteilte Lebensläufe- kein einziger Rückruf). Um nicht unser Motto "gemeinsam einsam" fortzusetzen, haben wir uns am Mittwoch auf dem Victoria Night Market mal unter die Leute gemischt und wurden von der Auswahl internationaler Köstlichkeiten beinahe erschlagen. In unserem hauseigenen Fittnessraum konnte Laura gleich ihre sadistische Ader ausleben und Fiona mit ein paar schönen Bauchübungen quälen. Die entstandenen Schmerzen waren anschließend im Whirlpool allerdings ganz gut zu ertragen. Donnerstag und Freitag erforschten wir das Melbourner Nachtleben um dort neue einheimische Kontakte zu knüpfen. Dort sahen wir auch den recht außergewöhnlichen Geschmack vieler Melbourner Damen, die scheinbar blind in einen Kleiderschrank der 90iger gegriffen haben, kombiniert mit formschönen Gummiglitzersandalen. Unser Kommentar dazu:" Es gibt Trends die aus gutem Grund ein Ende gefunden haben." Gestern begaben wir uns dann in schwindelerregende 300m Höhe zum höchsten öffentlichen Aussichtspunkt in der südlichen Hemisphäre, dem Eureka Skydeck, mit 88 Stockwerken. Dort genossen wir eine wunderbare Aussicht über ganz Melbourne und unter anderem auch auf das hier äußerst populäre Stereosonic Festival. Noch zu erwähnen ist das sich das Wetter hier in Melbourne grundsätzlich ca 3 mal täglich verändert, von strahlendem Sonnenschein bei 30 Grad über leichten Regen zu 18 Grad und orkanähnlichen Winden. Der Blick aus dem Fenster ist trotz Werterbericht immer wieder eine Überraschung. Beste wechselhaft-weihnachtliche Grüße aus Melbourne!! P.S.: In unserem letzten Blogeintrag leider völlig vergessen haben wir Suwanna (eine der süßesten Personen die wir je getroffen haben) der wir ein großes Dankeschön für den herzlichen Empfang in Melbourne schulden.
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